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Das sechste Siegel der Offenbarung: FEAR OF DOMINATION lobpreisen neues Album

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Prinzessin Prisma
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Das sechste Siegel der Offenbarung: FEAR OF DOMINATION lobpreisen neues Album

Beitrag von Prinzessin Prisma »

FearOfDomination_2021_01.png
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Eine attraktive Mischung aus Melodic-Death-Metal und Industrial-Metal, lieferte die finnische Formation FEAR OF DOMINATION am 10. Dezember 2021, mit ihrem Digital-Album VI Revelation.

2006 in Nurmijärvi gegründet, veröffentlichte die Band, die ihren eigenen Stil schöpferisch als “Shock-Industrial-Metal” bezeichnet, zuletzt im Jahr 2018 das Full-Length-Album Metanoia.
Power-Metal vom Feinsten, lieferten die Finnen bislang seit ihrer Gründung, doch mit ihrem neuen Werk verdeutlichen das Front-Duo, Sara Strömmer und Saku Solin, die Gitarristen Jan-Erik Kari und Johannes Niemi, Bassist Lauri Ojanen, gemeinsam mit Schlagzeuger Miikki Kunttu und Lasse Raelahti an den Keys, eindrucksvoll, dass sie einer Weiterentwicklung nicht abgeneigt sind.

VI Revelation geht mit dem dynamischen Opener “Exitus” los, der einen, gelungen in Szene gesetzten, Einstieg in den ‘großen Tag des Zorns’ bietet. Sakrale Klänge, erschaffen durch Keyboarder Raelahti, ergänzt durch alle anderen Mitwirkenden der Combo, stimmen die andächtig Lauschenden furios auf das Endzeit-Szenario ein.

Mechanisch geht es im Industrial-Stil mit “Dive Into I” weiter. Shoutings und Klargesang stehen in absoluter Korrelation zueinander, verleihen dem Track einen gehörigen Schub nach vorne und sorgen für enormen Bewegungsdrang.

Technoide Beats empfangen die Hörerschaft mit “Inner Lies”. Mit diesem Stück hauen FEAR OF DOMINATION richtig einen raus und verdeutlichen ihren Facettenreichtum. Musikalisch erzeugte ‘Zirkusimpressionen’ gehen in hämmernde Beats über, und transportieren eine gewisse Zerrissenheit. Das Zusammenspiel von Verzerrung und Klargesang rundet das Stück auf brillante Weise ab.

Den ersten Eindruck, mit “Formless One” handle es sich um eine Ballade, machen die Finnen schnell zunichte. Mittels Einsatzes diverser Klangfarben, erinnert der durchstrukturierte Track, ein wenig an ‘Die Schöne und das Biest’, deren Dialog seine Begleitung in der Gitarren-Riff-Harmonie findet.

Kraftvoll und brachial klingt “Rust” in den Ohren aller Metal-Liebhaber. Wie eine klare Ansage, überkommt die Hörer*innen ein Gewitter der Leidenschaft. Bereits im Mai dieses Jahrs fand der Track, im Auftrag von Out Of Line Music, sein Release in der Öffentlichkeit.



Mit einem wahren Countdown der Offenbarung, kommt das nächste Stück von VI Revelation daher. Von einer Bass Line der besonderen Art getragen, verkörpert “Manifest” das, was sein Name verspricht. Deutlich und nachhallend, fließen hier alle Elemente, von Instrumentalisierung bis zum Gesang, ineinander und verbinden sich zu einem großen Finale.

In “Amongst Gods” lassen Sara Strömmer und Saku Solin ihre Klang-Muskeln einmal so richtig spielen. Düsteres Growling, vereint mit rauem und klarem Gesang, bestärkt uns in der Vermutung, dass hier etwas ganz Böses auf uns zukommt.

Etwas ruhiger angesiedelt, bieten FEAR OF DOMINATION mit ”Home”, ein wundervolles Pendant zu den vorherigen Stücken ihres Gesamtwerks. Futuristische Synth-Klänge gehen in feinstes Metal über und erzeugen, nicht zuletzt, durch den melodischen Refrain, einen eindrücklichen Ohrwurm. Stimmungsvoll übermittelt der Track das wohlige Gefühl, nach hartem Kampf, gegen allerlei Plagen, endlich nach Hause zu kommen.

“The Greatest Harmony” reißt die entspannte Hörerschaft jedoch direkt wieder aus der Komfort-Zone. In erster Linie zeichnen psychedelische Synth-Spielereien und beißende Gesangseinlagen das Stück aus. An Spannung gewinnt der Track jedoch zunehmend durch die ferne, von Sehnsucht getriebene, Stimme von Sara Strömmer, die den Eindruck erweckt, als käme sie aus dem Kellergeschoss der Hölle und warte auf Befreiung.

Verrückt und krachend, findet VI Revelation, mit “They All Want Me to Die”, einen äußerst stimmigen Abschluss. Geschickt arrangierte Breaks, verbinden ‘noch einmal richtig etwas auf die Ohren bekommen’, mit ehrwürdigen Klängen, aus der heiligen Messe.



Insgesamt haben FEAR OF DOMINATION, mit ihrem Digital-Full-Album VI Revelation, dem sechsten Siegel der Offenbarung eine durchaus gelungene Klangfarbe erteilt. Die finnischen Metal-Virtuosen lassen die Erde beben, verdunkeln die Sonne und lassen die Sterne vom Himmel fallen. Eindrücklich und äußerst facettenreich, projizieren sie die Stimmung des Weltuntergangs auf die Hörerschaft.
Ein wenig absurd mag es klingen, doch bereitet das Album mächtig viel Spaß und erzeugt eine immense Vorfreude, auf das Ende der Welt.



HIER könnt Ihr VI Revelation herunterladen oder abspielen.



Websites

https://www.fod.fi/

https://www.facebook.com/FearOfDomination/



Tracklist

01. Exitus
02. Dive Into I
03. Inner Lies
04. Formless One
05. Rust
06. Manifest
07. Amongst Gods
08. Home
09. The Greatest Harmony
10. They All Want Me to Die
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