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Interview mit Triton - Teil II

Verfasst: Fr Okt 02, 2026 12:28 pm
von Triton
Frager: Macht diese Art der Betrachtung es denn einfacher, die Szene zu definieren und fest zu umreißen?

Triton: Nein, überhaupt nicht. Man kann dadurch aber besser verstehen, warum so viele immer wieder an ihr zweifeln, die Szene in der gegenwärtigen Form in Frage stellen, nach mehr Authentizität rufen, den vermeintlich guten alten Zeiten hinterhertrauern und so fort. Die Szene war schon immer anders, und jetzt ist sie auch noch anders als früher. Aber ganz ehrlich - das war vor 30 oder 40 Jahren kaum anders. Also eigentlich ist diese Beständigkeit im Anderssein schon spürbar inklusive aller Selbstzweifel. Die feinen Antennen wirken eben wie Seismographen, nehmen auch kleinste Aspekte wahr. Ich würde vorschlagen: Weniger grübeln, mehr Musik! Weniger denken, mehr tanzen! Der gotische Dunstkreis entzieht sich doch jeder Dogmatik. Die Szene ist so vielschichtig, eigentlich ist doch jeder seine eigene Szene innerhalb der Szene... Die Grenzen des Großen und Ganzen sind nur grob umrissen, und ich denke, viele sieht man fast nie, aus Gründen.